Inhalt + Einführung
Die Ökologiekrise
Spurengase+Erwärmung
Alternativ-Energien?
Pro Umwelt Adressen
Zukunftsforschungen
RISIKO ATOMKRAFT
Das Leben erhalten
ZUKUNFT ist möglich
Impressum/Hrsg.

Nicht gewerblich + überparteilich - Übersicht: http://www.info-sd.de/

Alternativ-Energien?

(NA 3)

Inhalt

Die Bürger als Verhinderer der Alternativenergien? (NA 3.1) - Die "erneuerbaren" Energie-Alternativen (NA 3.2) - Energieträgeranteile zur Nettostromerzeugung (NA 3.3) - Die Nutzung der Solarenergie (NA 3.4) - Die "Erneuerbaren" haben Wetterprobleme (NA 3.5) - Energiespeicher sind am wichtigsten (NA3.6) -  Energie aus Holz und Holz-Pellets (NA 3.7) - Der Emissionshandel (NA 3.8) - Hybrid-, Gas-Auto und andere Einsparungen (NA 3.9) - Schädlicher Bio-Sprit ?(NA 3.10)  - Erhöhen Biodiesel (und -öl)-Beimix die Krebsgefahr? (3.11) 

Wind- und Sonnenenergie sind immer vorhanden.
Leider oft dann nicht, wenn sie gebraucht werden. Außerdem verteuern diese Alternativen Energien durch ihre Förderung die Stromkosten zukünftig erheblich.

Wichtiges in Kürze zur Wohngesundheit mit Energieeinsparung siehe: http://www.wohngesund-sanieren.de

 

Die Bürger als Verhinderer der Alternativenergien? (NA 3.1)

Matthias Iken schrieb zu den Problemen des Ausstiegs im Hamburger Abendblatt am 22. 3. 2011 unter anderem in seinem Leitartikel: "...Mit einer Hitzigkeit, die an die 70er-Jahre gemahnt und stellenweise an Hysterie grenzt, beharken sich Atomkraftgegner und die letzten Freunde der Kernspaltung....

Ein rascher Ausstieg bis 2020 würde nach Berechnung der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung nicht nur bis zu 230 Mrd. € kosten, er könnte auch dem Standort Deutschland massiv schaden. ..wer hier überstürzt den Stecker ziehen will, riskiert ganze Branchen und Hunderttausende Arbeitsplätze.

...Einiges deutet darauf hin, dass die größten Verhinderer, Verzögerer und Gegner...die Bürger selbst sind. ...Der Bau von Windanlagen an Land oder auf hoher See stößt auf massiven Widerstand, Kohlekraftwerke werden radikal abgelehnt. In Norddeutschland bekämpfen Bürger Biogasanlagen, im Süden neue Wasserkraft- und Pumpspeicherwerke. Und in der Mitte des Landes empören sich viele über große Stromtrassen, die die Ökoenergie aus dem Norden in den Süden bringen sollen...."

 

Die "erneuerbaren" Energie-Alternativen (NA 3.2)

Energie erhalten wir selbst zuerst einmal durch das Essen, verbrauchen dabei Sauerstoff, atmen aus und geben auch die Energie zum Teil wieder ab. Bei vielen Anwesenden im Raum werden deshalb die Heizkörper gedrosselt und die Fenster gelüftet. Auch wir geben also Wärme ab. Zusätzlich atmen wir 21 % Sauerstoff und 0,03 % Kohlendioxyd ein, jedoch nur noch 16-17,5 % Sauerstoff und 4,5 % Kohlendioxyd aus. Darum konnte die Uni Bremen auch feststellen, dass die Kohlendioxydkonzentrationen in den Klassenräumen meistens "weit über jeglicher Toleranzgrenze" liegen (KNA in HA 28. 4. 08). Sinnvoll wäre also in allen Klassenräumen eine kontrollierte Lüftung mit über 90 % Wärmerückgewinnung, wie z. B. inVenter (www.lueften.info ). Rund 1 Atomkraftwerk könnte gespart werden. Außerdem Gesundheit in die Klassenräume gebracht werden, die kaum noch geheizt zu werden brauchten.

Der Energiesatz (von Helmholtz 1847) besagt, dass die Energie immer erhalten bleibt. Sie kann sich nur in ihrer Form, beispielsweise in Wärmeenergie, umwandeln. Die Energie-Form wird dabei durch die Wellenlänge ihrer Strahlung bestimmt.

Aus dem Energiesatz folgt, dass es keine sich echt erneuernde (erneuerbare oder regenative) Energie gibt - genau so wenig wie (lt. Helmholtz) ein Perpetuum mobile. Die Energie kann aber umweltneutral umgewandelt werden.

Auch bei den "Erneuerbaren" muss die zur Herstellung und zum Betreiben dieser Anlagen notwendige Energie sowie der Verlust durch Leitungstransport, Umwandlung, Speicherung und Verlust wegen fehlender Speicherung vom Gesamtertrag abgezogen werden. (Beispiel: Windgesamterzeugung abzüglich Herstell-, Aufstell- und Unterhaltungsenergie des Windkrafterzeugers sowie Transformatorenverlust, Leitungsverlust, Speicherungsenergie oder -verlust bei fehlender Speicherung. Einspeisung und Abnahme klaffen dabei weit auseinander. Die Differenz erhöht die Strompreise.)

Joule führte 1842-50 genauere Messungen durch. Sein Name wurde deshalb auch für die Energie- oder Wärmemengenmessung eingesetzt (1 J = 1 Ws). Weil wir viel zu viel Energie verbrauchen, werden gleich Eintausendmahl mehr = 1 kW (1 Kilowatt), aber dann in einer Stunde (=h von hora) in die Stromrechnung für rund 0,20 € eingesetzt. Für Gas aber nur rund 1/3, weil das Gas ohne Verlust von der Gewinnung zum Verbrauch als Endenergie gebracht werden kann. Insbesondere die elektrische Primärenergie hat hohe Verluste durch Transformatoren und Leitungen. Besonders schwierig ist die Speicherung der nicht benötigten Energie, die beispielsweise bei viel Wind oder Sonne zur falschen Zeit anfällt. Bei Geesthacht (nahe Hamburg) pumpt man deshalb Wasser mit dem zeitweise überzähligen Strom nach oben, um es zum Hauptverbrauch über Turbinen, zwecks Stromerzeugung, wieder herabzulassen.

 

Übersicht über Energie-Alternativen zu Brennstoffen mit Kohlendioxydabgabe

Nr.

Alternative Energie ohne CO 2

Einsatz

Besondere Vorteile

Nachteile

1

Solar

Heizung, Warmwasser

Kurze Wege

Wetter, Jahres-, Tageszeit- + Lageabhängig

2

Solar-Photovoltaik

Strom f. Privat + Netzabgabe

 

Wie Nr. 1

3

Windenergie

Strom für Netzabgabe

 

Wie Nr. 1, Lange Leitungswege

4

Talsperren f. Wasser

Turbinenstrom f. Netzabgabe

 

Wie Nr. 1

5

Wellenenergiekraftwerke

Strom f. Netzabgabe

 

Lange Leitungswege

6

Warm(Grund)wasser

Bohrungen

 

Heizung durch Wärmepumpe 

Privat kurze Wege

Oft der höhere Preis, Bäume gehen oft ein. Grundwasser wird gefährdet.

7

Kraft-Wärme-Kopplung  allg.

z. B. Heizung durch Luft/Wärmetausch

Privat kurze Wege

 

8

Wasserstoff 

Gebäudebeheizung, Strom, Kfz. 

 

 Siehe unten

9

Atomstrom

aus AKW 

Strom-Netzabgabe

 

Kühlwassererwärmung d. Flüsse, Gefahr Austritt von Radioaktivität, Endlagerung d. Atommülls ungeklärt

 10

 Energieeffizienz

 wie Abfallwärme als Fernwärme nutzen 

 

 

 11

 Fusionskraftwerke

Wärmeerzeugung

unbegrenzte Energie  

 noch nicht völlig erforscht

Nr.

Alternative Energie

mit geringem CO 2

Einsatz

BesondereVorteile

Nachteile

1

Ethanol-Bio-Kraftstoffe

Kraftfahrzeuge

 Anbau+Verbrauch

Verdrängt Nahrungsmittelanbau

2

Holz + Pellets

Gebäudebeheizung + Kfz

Bei Verbrennung 

Selbst Holzabfall wird auch anderweitig (z. B. Spanplatten) benötigt

3

Wasserstoff

Kraftfahrzeuge, Heizung

d.Herstellungs- nachteile z. Zt. hoher Preis

Teure Herst. Elektrolyse braucht Strom - nur sinnvoll bei Herstellung aud Wind- oder Sonnenenergie. 

4

Hybrid

Kraftfahrzeuge. Über zusätzlichen Elektromotor werden Restenergien ausgenutzt.  

Zusammen m. Benzin, Diesel oder Gas

Zusätzliche Herstellung + Entsorgung des Elektromotors, lohnt wenig bei Langstrecken-fahrten.

  5

 Gas (Erd- u. Propan) 

 Heizung, Kfz 

 Bes. bei Autogas(LPG) 

 Auch begrenzt 

www.INFO-sd.de NA 3.2

Am 17. 12. 2003 beschloss dann das Bundeskabinett die EEG-Novelle. Nach dem Inhalt soll der Anteil der erneuerbaren Energien bis 2010 auf mindestens 12,5 % und bis zum Jahr 2020 auf mindestens 20 % steigen. In der Branche Erneuerbare Energien setzen in Deutschland (so der damalige Umweltminister Trittin) 135.000 Arbeitskräfte 10 Mrd. € um. Bei der Windenergie sollten von 2005 an die zusätzlichen Vergütungssätze um rund 6,3 %, an guten Küstenstandorten um rund 2.3 % liegen.

Der Präsident des Branchenverbandes Erneuerbare Energien (BEE), Johannes Lackmann, berichtete Anfang 2008, dass der Anteil der so genannten Erneuerbaren Energien (EE) 2007 von 8 auf 9,1 % bei allen EE angestiegen sei. Allein die Zunahme innerhalb eines Jahres soll der Produktion eines Atomkraftwerkes entsprechen. Insgesamt gehören dazu auch Biokraftstoffe, die davon 7 % ausmachen und Hauswärme, die davon 6,4 % ausmachen. Von der Hauswärme sollen wiederum nur 10 % aus Solar- oder Erdwärme kommen. Die große Menge von rund 86 % der EE entfällt also auf die Stromerzeugung mit  86,71 Milliarden Kilowattstunden (KWh), wovon rund 45 % (38,5 Mill. KWh) durch Winderzeugung und rund 25 % aus Wasserkraft (wie Talsperren) gedeckt werden (HA/v.m. 9. 1. 08). Ungefähr die gleiche Menge von rund 25 % entfällt dann auf die Sonnenenergie durch Fotovoltaik-Anlagen. Die Wasserkraft (mit dann 1,9 %) war größtenteils schon lange vor dem Zählbeginn der Erneuerbaren vorhanden. Die Erhöhung der EE wäre dann nur 9,1-1,9 = 7,2 %.

 

Energieträgeranteile zur Nettostromerzeugung  (NA 3.3)

a) In Deutschland (2007)

Nr.

Energieaufkommen

%

CO 2

1

Öl + Sonstiges

5,1

0,30kg/kWh

2

Erdgas

12,0

0,23kg/kWh

3

Steinkohle

22,3

0,41kg/kWh

 

Braunkohle

24,0

0,46kg/kWh

 

Fossile Energie Zusammen

63,4

 

4

Kernkraft

22,3

0

 

Konventionelle Energie

85,7

 

5

Holz/Biomasse/Abfälle

3,7

0

6

Wasserkraft

3,4

0

 

Windkraft

6,6

0

 

Solar(Photovoltaik)/Biokraftstoffe/Erdwärme

0,5

0

 

Sogenannte erneuerbare Energie

14,2

0

www.INFO-sd.de NA 3.3. Es kommen Herstellung, Entsorgung + Unterhalt hinzu.

 

b) in der Welt 2008

Öl 5 %, Erdgas 23 %, Braun- u. Steinkohle 38 % (Fossile zusammen 66 %), Kernenergie 14 %, Erneuerbare 20 %).

c) in der Welt Prognose 2030

Öl 4 %, Erdgas 28 %, Braun- u. Steinkohle 40 % (Fossile zusammen 72 %), Kernenergie 11 %, Erneuerbare 17 %).

Anmerkungen:

Der Verband der chemischen Industrie e. V. wies darauf hin, dass die deutschen Anstrengungen unsinnig sind, wenn es nicht gelingt, diese international zu machen. Im Kyoto-Protokoll sind die kräftig wachsenden Entwicklungsländer überhaupt nicht erfasst. Auf das Problem USA wird hingewiesen (Brief Rothermel 16. 12. 04 an die Redaktion).

Nach einer Studie des HWWI und der HVB Mitte 2008 könnte 2020 eine Stromlücke ohne AKWs von 15,5 % entstehen. Zum HWWI siehe Institutionen unter ZUKUNFT ist möglich.

Am 26. 1. 09 wurde in Bonn die Internationale Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) gegründet.

Allerdings zeigt die japanische Kernkraftkatastrophe auch ganz unglaubliche Zusatzkosten der Kernkraft auf. Zunächst ist nirgendwo die Endlagerung gelöst und geregelt, obwohl dies möglich wäre. Die Kosten werden den Stromkosten nicht zugeschlagen. Entsprechend sind auch die Rückbaukosten nicht eingeplant. Sollte dann ein AKW-Unfall Millionen Menschen strahlungskrank und ihre Behausungen unbewohnbar machen, sodann vielleicht das Meer mit den Fischbeständen, wie z. B. den Pazifischen Ozean, verseuchen - wenn dies nur einige Male passiert, kann die Erde unbewohnbar werden (siehe auch ATOMKRAFT NEIN DANKE).

  

Die Nutzung der Solarenergie (NA 3.4) 

Solarenergie wird zur Stromgewinnung (Fotovoltaik) eingesetzt. Dann erhielt der Einspeiser oder Investor 2009 noch 43 Ct./kWh Einspeisungsvergütung in das Stromnetz. Er sollte dafür aber jetzt auch einen 2. Zähler setzen. Diese Vergütung sollte jedoch jedes Jahr ca. 8 Ct. weniger werden.

Die neue Bundesregierung senkte aber auf  Wunsch der Verbraucherzentralen mehr, weil eine hohe Vergütung den Strompreis allgemein erhöht. So beträgt die Einspeisevergütung ab 1. 1. 2010  € 0,3914/kWh und ab 1. 4. 2010 nur noch € 0,3314/kWh ohne MWSt. (Quelle Stiftung Warentest in HA 2. 2. 10). Letzteres wurde (rtr in HA 10. 2. 10) erst auf 1. 6. und zuletzt auf 1. 7. 10 (23. 2. 10 dpa, AFP in t-online) wegen des Winters verschoben, aber dafür um 16 % gesenkt (= 0,3288). Solaranlagen sind aber z. Zt. ca. 30 % billiger als 2008. Auf Ackerflächen sollen keine Solaranlagen mehr errichtet werden dürfen (23. 2. 10 dpa/AFP in t-online).

Der elektrische Strom (A) wird dafür durch verpflichtende Gesetze im Normalfall an den örtlichen Stromlieferanten verkauft. Die Einspeisung in das eigene Netz wird nun zusätzlich mit einem Bonus gefördert, der für die nächsten 20 Jahre garantiert wird. Dies macht rd. 8 Ct. pro kWh aus. Zusätzlich unterbleibt hier auch die Kürzung wie bei der Einspeisung in das E-Netz.

Man kann den Strom auch selbst in Batterien speichern und sich dadurch auf  Dauer von den Stromanbietern völlig unabhängig machen.

PKW stehen sodann zumindest nachts und auch meistens am Wochenende auf dem Grundstück. Ab 2011 werden Elektroautos angeboten, die dann einfach aufgeladen werden können. Darum ist es gut, das Auto nahe dem Hause oder der Wohnung abgeschlossen mit zukünftigem Leitungsanschluss parken zu können.

Weil die Energie aus der Sonne besonders umweltfreundlich ist und von vielen Haus- und Gewerbebaueigentümern eingesetzt werden kann, kommt dieser Energie in sonnenreichen Gegenden größte Bedeutung zu. Die Stromerzeugung und Einspeisung wird zunächst bezuschusst (www.kfw.de).

Der größte Solarzellenerzeuger in der Welt ist Sharp, es folgen deutsche Firmen, wie Solar, Solarworld. Die Firma Velux bietet z. B. komplette Systeme für Heizung und Warmwasser an. Die Preise können dort und bei Einbaufirmen leicht erfragt werden. Wichtig sind aber die Innovationen vieler Firmen für spezielle Lösungen, wie die Verbindung der Flachdachdeckung mit Solar-Energiegewinnung. Verwandt werden hauptsächlich monokristalline Siliziumzellen. Die Anlage sollte mindestens 15-20 qm groß sein. Dies kann dann einen jährlichen Ertrag von rund 1.400 kWh (hier Kilowatt-peak genannt) bringen.

Aber auch in vielen anderen Ländern wird die Solarenergie staatlich gefördert. Beispielsweise baut die Firma Conergy mit Hauptsitz in Hamburg in Südkorea das größte Solarkraftwerk Asiens mit staatlicher Förderung. Wer Solarenergie in das öffentliche Netz einspeist erhält 15 Jahre lang 45 Ct./kWh und zur Anlagenerstellung öffentliche Zuschüsse. Die refierung will bis 2012 1,3 GW Solarenergie produzieren (14. 8. 08 in HA/mw). 

Die  Brauch- und Heizwassererwärmung durch Solarenergie dient dagegen direkt der eigenen Energiekostensenkung. 

Ein Haupthindernis der Solarnutzung sind Bäume oder andere Beschattungen in Sonnenrichtung. Die Anlage sollte nach Süden unter 30 Grad Neigung, höchstens aber bis 25 Grad nach unten oder 60 Grad nach oben ausgerichtet sein. Selbst Dachgauben oder Entlüftungsstutzen sollten die Sonneneinstrahlung nicht mindern können.

Höhere Erträge bieten Solarsystemträger, die sich automatisch mit dem Sonnenstand drehen können und dadurch 30 – 40 % mehr Stromausbeute bringen (bei Wasser ist die Konstruktion schwieriger).

 

Wärme und Strom von der Sonne (Einige Anbieter, ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

 Nr.

Photovoltaik (Strom)Produkt- oder Informationshilfe

Firma

Internetadressen/Links

1

Dachdichtungsbahnen EVALON-Solar

alwitra

www.alwitra.de

2

Leichte PVC-Systeme für ebene Dachflächen

Sarnafil

www.sarnafil.de

3

Stahl-Elemente f. Dach+Fassade Solartec

ThyssenKrupp

www.tks-bau.com

4

Solarmodule Rheinzink u. Quickstep

Rheinzink

www.rheinzink.de

5

Solarmodule zusammen mit Kalzip-Alu-Profiltafeln

Corus Bausyst.

www.kalzip.com

6

Lamellen- u. innovative Solar-Architektur

Colt Intern.

www.coltinfo.de

7

Solarstrom-Module , z. B. Convert

Solar-Fabrik

www.solar-fabrik.de

8

SolvisPictop-Paket (Module, Kabelsatz+Wechselricht.)

Solvis

www.solvis.de

9

Module ROTO

ROTO FRANK

www.roto-bauelemente.de  

10

PV Quick anschlussfertig

Braas

www.braas.de

11

PV-Solar

Wolf GmbH

www.wolf-heiztechnik.de

12

BP Solar + zertifizierter Installateur

BP

www.bpsolar.de

13

DEGERenergie GmbH von Klein- bis Großkraftwerk

DEGERenergie

www.degerenergie.com

14

Solarworld AG

Bonn

www.solarworld.de 

15 

Berechnung des Stromertrages 

 

www.solartechnikberater.de  +

www.solarserver.de  

16 

Checkliste über die Investition  

Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz 

www.verbraucherzentrale-rlp.de  

17 

Photovoltaik + Solarthermie (Strom+Warmwasser+Heizung)

Solarhybrid AG 

www.solarhybrid.ag  

Nr.

Solarthermie Produkt- oder Informationshilfe 

Firma

Internetadressen

1

Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS)

In München

www.dgs-solar.org

2

Auf- und Indach Monatage

Conergy

www.conergy.de

3

Solar-Flachkollektor ROTO

ROTO FRANK

www.roto-bauelemente.de

4

Solar-Thermie Wolf Flachkollektoren

Wolf GmbH

www.wolf-heiztechnik.de

5

Weishaupt-Kollektor

Weishaupt

www.weishaupt.de

6

Indachkollektor (sehr flach)

VELUX, Westfa

www.velux.de , www.westfa.de

7

Niedertemperaturkollektor Quickstep bis 35 Grad C

Rheinzink

www.rheinzink.de

8

Flach + Röhrenkollektoren Grammer-Solar+Bau

Grammer

www.grammer-solar-bau.de 

9

PARADIGMA SolarSystem

Ritter Energie

www.paradigma.de

10

STIEBEL ELTRON Solar-System SOL 100 plus

Stiebel Eltron

www.stiebel-eltron.com

11

Solar-Comfort-Paket f. Heizenregie + Brauchwasser

 

www.sonnenkraft.de

12

Vakuum-Röhrenkollektor

Auron, Wagner

www.elco.de, www.wagner-solartechnik.de

 

 Bundesverband Solarindustrie e. V.  (BSW-Solar)

 In Berlin 

www.bsi-solar.de  

www.INFO-sd-de NA 3.4 

Die Nachfrage nach Fotovoltaikmodulen wächst rasant. Sie sind so begehrt, dass bereits organisierte Banden große Dächer auf dem Lande abräumen.

Neu ist: Solarzellen mit einer gefalteten Oberfläche statt flacher Panels könnten das Sonnenlicht sehr viel besser nutzen, vermutete der US-Materialwissenschaftler Prof. Jeffrey Grossmann und schrieb dann am Massachusetts Institute of Technology (MIT) zusammen mit einem Studenten ein Computerprogramm, um entsprechende Formen zu entwerfen. Er berichtete darüber im Journal "Applied Physical Letters".

Dabei entstanden vielfältige Formen mit größeren Flächen, und die Strahlen werden zusätzlich reflektiert. Grossmann nahm sich dabei Bäume zum Vorbild, die ebenfalls fest verankert sind und deren einzelne Blätter kreuz und quer zur Sonne stehen, sodass zu jeder Tageszeit einige Blätter von der über den Himmel wandernden Sonne voll beschienen werden. Flache Panels müssen dazu aufwendig mit Motoren der Sonne nachgeführt werden (dpa in HA 19. 4. 10).

 

Die "Erneuerbaren" haben Wetterprobleme (NA 3.5)

Aus Wind-, oder Solarkraftwerken kommt nun noch Energie ohne CO2-Abgabe hinzu. An einigen öffentlichen Gebäuden wurden wegweisend Solaranlagen zur Elektrizitätsgewinnung und zur Dokumentation der Energieausbeute installiert. Dort kann jeder sehen, dass die Ausbeute bei Dunkelheit und schlechtem Wetter sehr gering ist. Diese gezählte und in das Netz eingespeiste Energie geht von allen Wind- und Solaranlagen über Leitungen zur weiteren Verteilung an das weiter verkaufende Elektrizitätsunternehmen. Von der eingespeisten alternativen Energie kommen durch Leitungsverluste und Umspannung aber schon rund 10 % weniger an.

Wenn dann am Wochenende die Sonne scheint und der Wind bläst – wenn daraufhin Solar- und Windkraftanlagen CO2-freie Energie abgeben, die eingespeist, gezählt und bezahlt wird, braucht diese Energie möglicherweise kein Mensch. Ähnliches gilt aber auch für die Energie aus fossilen Brennstoffen, die gleichmäßig produziert, aber ungleichmäßig abgenommen wird, in der Nacht immer weniger als am Tage.                                                                                           

Das Problem der notwendigen Grundlastversorgung lässt viele Personen neue Kohlekraftwerke (vor allem als Ersatz für Atomkraftwerke) befürworten. Andere Personen lehnen dagegen neue Kraftwerke wegen der Kohlendioxydabgabe ab. Oft sind es auch die Atomkraftgegner. Sie wollen nur noch den Einsatz der "Erneuerbaren" oder entsprechende Einsparungen beim Verbrauch.

Nur dann, wenn nicht verbrauchte  Energie in Batterien oder Pumpspeicherwerken für eine größere Verbrauchszeit in der Woche aufgehoben werden kann, bringt sie die (um Leitungs- und Umspannungsverluste verminderte) CO 2 -freie Energie, sonst ist der Endenergiegewinn besonders aus Windkraft- und Solaranlagen weitaus geringer als die vergütete Primärenergie. Abzuziehen ist davon noch die für die Herstellung und Montage der Anlage aufgewandte Energie

Anm.: Allein deshalb wurden vor vielen Jahren rund 1,4 Millionen Nachtspeicheröfen eingebaut und durch Billig-Energiepreise gefördert. Deren Wirkungsgrad ist dann schlecht, wenn die Energie anderweitig eingesetzt werden kann. Andernfalls kann der Energie- und Umweltgewinn weiterhin vorhanden sein. Ein Ausbau hätte nur dann Sinn, wenn gleichzeitig zusätzliche Solarenergie (Photovoltaik) am Tage oder Windenergie in der Nacht den Verbrauch der Herstellung anpassen würde. Dann würden aber nicht mehr, sondern weniger Kraftwerke insgesamt gebraucht werden.

Das irische Unternehmen Airtricity will nun die größte Unzuverlässigkeit der Windkraftanlagen dadurch vermindern, dass sie durch ein Supernetz alle Offshore-Windparks an der gesamten europäischen Küste miteinander  verbindet, um zumindest die ungleichmäßige Stromerzeugung durch ungleichmäßigen Wind an verschiedenen Standorten gleichmäßiger zu machen. Der Strom kann dann über das neue Netzt immer dorthin fließen, wo gerade Mangel besteht. Als erster Knotenpunkt dieses Stromnetzes soll ab 2010 in der südlichen Nordsee eine Windfarm mit 2000 Windrotoren entstehen. Sie könnte, so glaubt man zumindest, in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden zukünftig 8 Millionen Haushalte versorgen. Ein ähnlicher Verbund ist zwischen Norddeutschland und den nordischen Ländern geplant.

Nicht vergessen werden sollte aber, dass Windkraftanlagen z. T. die Menschen und die Tierwelt schädigen können. Beispielsweise befürchten die Berufs-Krabbenfischer Fangeinbußen von 50 %, wenn das Gebiet Nordergründe NW von Wangerooge für Windkraftanlagen gesperrt wird. Für das Gebiet Riffgat NW von Borkum rechnen sie mit 30 % Ausfall (dpa in HA 4. 6. 09).

 

Energiespeicher sind am wichtigsten (NA3.6)

Stefan Ernst und Christian Martens verfassten am 8. 10. 2011 den Bild-Haupttitel: "IRRSINN! Deutschalnd verschenkt Stom ins Ausland...und wir kaufen ihn für teures Geld zurück."

Das klingt zunächst reißerisch oder unwahr, ist aber tatsächlich nur logisch, wenn, wie sie schreiben, "Strom ausWind und Sonne zur falschen Zeit am falschen Ort produziert" wird. Diese überschüssigen Mengen können dann oft noch über die Leipziger Strombörse EEX verkauft werden (wenn überhaupt Leitungen zum Antransport vorhanden sind).

Sie schreiben: "Aber: Wenn niemand den teuer erzeugten Strom haben will, wird er zur Not an Abnehmer im Ausland verschenkt! Im Extremfall kommt es sogar zu negativen Preisen von bis zu 500 Euro pro Megawattstunde. ...In der Vergangenheit haben mehrfach Energieversorger aus den Nachbarländern Schweiz und Österreich, die große Pumspeicherkraftwerke besitzen, den Gratisstrom abgenommen. Sie nutzen die Energie, um Wasser den berg hochzupumpen, das am nächsten tag bergab fließt und über riesige Turbinen Spannung erzeugt, die als teurer Strom aus Wasserkraft zurück nach Deutschland verkauft wird!

Stephan Köhler, Cef der Deutschen Energie-Agentur (dena) kritisiert: 'Das ist aus volkswirtschaftlicher Sicht nicht besonders sinnvoll, zumal Wind- und Sonnenenergie mit rund 8,5 Mrd. € im Jahr subventioniert werden.' Der Experte warnt: 'Der Missstand wird sich in Zukunft sogar noch verschärfen, weil der Sektor weiter ausgebau werden soll.'...

Wie kann das Problem gelöst werden?" Hierzu sagte RWE-Chef Jürgen Großmann u. a. zu Bild: "Darum muss Deutschland möglichst schnell Stromspeicher bauen, vor allem Pumpspeicherkraftwerke....Außerdem ist der Netzausbau unerlässlich..." (Siehe hierzu auch unter "Zukunftsforschungen").

Pumpspeicherkraftwerke sind oben liegende Seen oder Quellen, in die von darüber liegenden Quellen oder Gletschern Wasser fließt, dass dann durch Rohre mit Turbinen abgelassen wird, die dabei Strom erzeugen. In Norwegen und den Bergen wird dies besonders genutzt. Alternativ kann auch der durch die Alternativ-Energien zeitweise zu viel erzeugte Strom hochgepumpt und dann durch Turbinen bei hohem Strombedarf wieder abgelassen werden.

Weil nun die Ruhrzechen bis 2018 schließen sollen, rüstet der Ruhrkonzern RAG (Frank Dohmen u. Barbara Schmid in DER SPIEGEL 45/2011) um und benutzt zukünftig die alten bergwerksschächte als (umgekehrtes) Pumpspeicherwerk - . Bei Ablassen durch Turbinen und wieder hochpumpen, wenn zu viel Strom bei wenig Bedarf (z. B. nachts) anfällt. Außerdem fällt z. T.  noch Fernwärme an.

 

Energie aus Holz und Holz-Pellets (NA 3.7)

Eine CO 2 -Verminderung wird immer als Hauptweg zum Ziel der Klimaerwärmungsverminderung angesehen. Dabei sollten aber keine Irrwege eingeschlagen werden. Energie aus der Holzverbrennung gibt nur geringe Mengen Kohlendioxyd ab. Weil Holz wieder wachsen kann und dabei Kohlendioxyd aufnimmt, wird Holz als Spurengasfrei eingestuft. Dies gilt aber nur, wenn wenn wirklich für den Verbrauch Bäume gepflanzt werden. Wenn das Holz durch die Verbrennung für andere Verbrauchsarten fehlt und dort unbezahlbar wird, sollte die Holzverbrennung möglichst vermieden werden. 

Fangen wir mit der Haus- und Wohnungsbeheizung im Winter an: Weil das Holz weniger CO2 abgibt als das Gas, das Öl oder die Kohle, wird die Beheizung mit Holz oder Holz-Pellets als CO2 sparende Alternative empfohlen. Während im Jahre 2000 erst rund 1000 Anlagen in Betrieb waren, sind es 2006 schon rund 70.000 Anlagen. Das Holz zur Papier- und Möbelherstellung wird schon knapp. Es ist kein ausreichendes Holzangebot auf Dauer in Deutschland vorhanden (Bernward Janzing in DER SPIEGEL 50/06). Schon jetzt werden aber Importhölzer durch teilweisen Raubbau CO2 erhöhend abgeholzt. Diese angeblich alternative Energiequelle scheint also ein Irrtum zu sein. Ein Irrweg, der leicht kriminelles Handeln in fernen Ländern fördert und die  Wald-CO 2 -Absorbtion durch Waldabholzung schon jetzt erheblich vermindert.

Noch schlimmer ist es mit Papierbriketts. Sie dürfen gemäß 1. BlmSchV in kleinen und mittleren Feuerungsanlagen überhaupt nicht verheizt werden. Wer sie verheizt, riskiert ein Busgeld.

 

Der Emissionshandel (NA 3.8) 

Wer nicht genug Kohlendioxyd einspart oder einsparen kann, darf sich in Europa davon durch durch den Emissionshandel freikaufen. Weil der CO 2 -Gehalt durch die Photosynthese neuer Waldaufforstungen vermindert werden kann,  und die CO 2 abgebenden Betriebe ihren Ausstoß teilweise nicht gleich, oder überhaupt nicht, vermindern können, sollten diese Betriebe zum Ausgleich neue Aufforstungen in Drittländern (genannt Senkenprojekte) finanzieren. Das beschloss die EU am 25. 10. 2003 - und zur praktischen Umsetzung gleich den Emissionshandel mit Beginn 2005. Dann sollten alle Firmen zur CO 2 -Reduktion oder zum Kauf von Emissionsrechten verpflichtet werden. Das Bundeskabinett beschloss schon am 17. 10. 2003 die Umsetzung der EEG-Novelle. Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) bietet deutschen Unternehmern Projekte des Emissionshandels in Indien und anderen Ländern an. Informationen zum Wald-Emissionshandel findet man z. B. auch unter www.global-woods.com .

Das erscheint alles gut, der Nachteil ist nur darin zu sehen, dass – wie zuvor geschildert – die Wälder in vielen Ländern sowieso rücksichtslos abgeholzt werden. Der Emissionshandel wird daran vielleicht wenig ändern, und einige  Hauptverursacher haben das Kyoto-Protokoll auch darum nicht unterschrieben, weil sie sich nicht global verpflichten wollen und durch die oben beschriebenen Abholzungen zur Anpflanzung von Bio-Treibstoff-Pflanzen sogar die Waldanpflanzung unterlaufen. Gerade von diesen Ländern werden aber die Emissionszertifikate durch die GTZ angeboten. Die Verwendung von Holz, Biodiesel oder Ethanol produziert bisher nicht weniger sondern mehr Kohlendioxyd (siehe Wald + Meer erhalten).

Im Juni 2008 hatte sich der Emissionshandel bereits zu einer beachtlichen Gelquelle entwickelt. Bis Jahresende rechnete der Bundesverband Emissionshandel und Klimaschutz (BVEK) nach Information des Handelsblattes mit einer Milliarde Euro statt der veranschlagten 400 Millionen (dpa in Ha 4. 6. 08). Die sich allerdings auch in den Energiekosten wiederfinden.

Der frühere Hamburger Umweltsenator (SPD) Prof. Vahrenholt (jetzt RWE) schrieb zur Kraftwerksneubauplanung Moorburg in Hamburg, dass in Deutschland für den Emissionszertifikatehandel 440 Mio. Tonnen zur Verfügung ständen. Würden nun 10 Mio. eingespart werden, würden die an ein anderes Land in Europa verkauft werden (in HA 23. 9. 08). Wenn Deutschland nun mit großem Aufwand und dadurch hohen Strompreisen viele Emissionen einspart, würden die dann möglicherweise, einschließlich der Arbeitsplätze,  in die europäischen Strom-Billigländer gehen und insgesamt überhaupt keine Einsparung bringen.

Unter www.feelgreen.de hieß es zu den Emissionsrechten am 9. 11. 2011 /bas/mt unter anderem: "Die Unternehmen machen Millionengeschäfte mit den CO2-Zertifikaten. Von einem Klima-Goldesel sprechen deshalb die Umweltschützer des BUND und von Germanwatch. Unternehmen." Und weiter hieß es u. a. : "In der Einführungsphase der Zertifikate bekamen die Unternehmen 2008 von der Politik viele kostenlose Verschmutzungsrechte zugeteilt. Duch die Wirtschafts- und Finanzkrise waren viele Unternehmen in der Produktion nicht ausgelastet und hatten dadurch auch einen verringerten Energieausstoß. Die Unternehmen konnten in dieser Zeit also Emissionzertifikate sparen und der markt wurde mit vielen CO2-Zertifikaten überschwemmt. Das wird zunehmend zum Problem...Der Studie zufolge haben die 10 größten deutschen Profiteure bisher rund 60 Millionen überschüssige CO2-Zertifikate im Wert von geschätzten 800 Millionen € angehäuft."

BUND-Chef Hubert Weiger wird sodann zitiert mit: "Der Emiossionshandel ist in seiner jetzigen Form eine Gelddruckmaschine für die energieintensive Industrie."

 

Hybrid-, Gas-Auto und andere Einsparungen (NA 3.9)

Die Energiesparidee, Luxus- und sogar Normalkarossen gegen neue Hybrid-Autos auszuwechseln, kann oft mehr Kohlendioxyd produzieren. Die neuen Autos müssen produziert und gekauft werden. Die ausrangierten Autos werden nicht entsorgt, sondern vielleicht nach Afrika verkauft. Dort fahren sie dann möglicherweise noch 15 Jahre. Weil die Energieeinsparung der Neuwagen aber nur etwa 30 Prozent beträgt, wird bis zur Verschrottung der Gesamtfahrzeugflotte sogar doppelt so viel CO 2 abzüglich 30 % produziert.

Das Fraunhofer Institut für integrierte Systeme entwickelt einen Hybridantrieb zum Nachrüsten, der etwa 1.500 bis 2.000 € kosten soll. Der Verbraucherr wird sich zuvor errechnen, ob sich die Anschaffung lohnt. Bei 1,5 Ltr./100 km Einsparung wäre dies nach 100.000 km der Fall, wenn der Ltr. 1,50 € kostet. Die Einsparung erfolgt aber vor allem im Stadtverkehr bei gering vorausschauender Fahrweise und beim Überlandverkehr kaum. Wer nicht bremst, kann auch keine Bremsenergie zur Verwertung im E-Motor speichern.

Auto-Bild testete 9 PKW-Modelle im Vergleich und stellte fest, dass der Audi A3 TDi, Mercedes B 1,7 Ngt, der Peugeot 308 SW HDi 110 und der VW Golf Plus 1,9 TDI Blue Mo. sämtlich gleich viel oder weniger verbrauchten als der Hybrid PKW Toyota Prius, dessen Verbrauch als geschönt bezeichnet wurde. Nur bei den genannten Mercedes, Peugeot und VW sei man nach Bild ehrlich gewesen. Am Schluss wurde erwähnt, dass man das Auto bei über 10 % Mehrverbrauch zurückgeben kann und Kaufpreis einschließlich Gutachtenkosten dann zurückerhalten muss. Sonst kann eine Kaufpreisminderung verlangt werden. Beispiel: 5 Jahre will der Kunde das Auto a 15.000 km/Jahr fahren. Bei 1 Ltr. Mehrverbrauch gegenüber Werksangaben und einem Benzinpreis von 1,45 €/l könnte er 5 x 15.000 km x 1,45 € = 1087,50 € (Jan Horn u. Jörg Maltzan in Bild 5. 9. 08).

Unabhängig davon kosten die Herstellung und Entsorgung der Hybrid-Akkus auch Energie und Umweltbelastung. Die große Einsparung ist immer noch nur 1/3 der Höchstgeschwindigkeit zu fahren, und die größte Einsparung ist es, das Auto einfach stehen zu lassen.

Ein mit (Auto-)Gas (LPG) betriebenes Auto ist in der Anschaffung und in den Kosten pro km oft preiswerter und umweltfreundlicher als beispielsweise ein Hybrid-Auto (siehe z. B. im Norden www.sparmartin.de von einem Dipl.-Ing., dessen Rat von Mercedes selbst zur Umrüstung von Transportern in China gefragt ist. Denn der zusätzlich erheblich preiswertere Kraftstoff rechnet sich besonders bei Transportern). Greenpeace unterbreitet zusätzlich den Vorschlag kohlendioxydarme Firmenwagen steuerlich zu belohnen. Autogas ist im Vergleich zu Erdgas meistens etwas preiswerter und außerdem umweltfreundlicher. Der Dipl.-Ing. Martin Dankert an der Autobahn Berlin-Hamburg in Wittenburg rechnet als Beispiel vor: Jahresleistung 35.000 km, bei Verbrauch Super Bleifrei 10 Ltr. mit Literpreis 1,42 € Jahreskosten 4.970 € - und bei Verbrauch Autogas 11.5 Ltr. auf 100 km mit Preis 0,67 € Jahreskosten nur 2.695 €. Ersparnis pro Jahr 2.275 €.           

Der so genannte Rebound-Effekt sollte noch 2006 nach Berechnungen von Forschern, mehr als die Hälfte der möglichen Energieeinsparungen auch allgemein wieder zunichte macht. Noch schlimmer war es bei der angeblichen Einsparung durch Umstellung von Benzin- auf Diesel-Pkw. Kristina Spiller (FTD 26. 2. 07) zeigte anhand der Daten des Kraftfahrzeugbundesamtes, dass die angebotene Einsparung bei gleicher PKW-Leistung durch dann mehr PS beim Neukauf noch übertroffen wurde. 

Das braucht aber nicht so zu bleiben. Anfang 2008 konnte gemeldet werden, dass die Deutschen immer mehr auf den Spritverbrauch achten und der Verkauf entsprechender Fahrzeuge mit einem Verbrauch von unter 5 Litern im Vorjahr um über 50 % zugenommen hatte. Trotzdem ging der durchschnittliche CO 2- Ausstoß neu zugelassener PKW aus deutscher Produktion nur auf 170 g/km im Jahre 2007 zurück. Dies entspricht nur einem Rückgang von 1,7 % gegenüber dem Vorjahr. Das Ziel der Industrie auf 140 g/km für 2008 wurde verfehlt. Das Ziel der EU von 120 g/km ab 2012 ist noch weit entfernt.

DerADAC nennt (12/08) u. a. sauberste deutsche EcoTest-Modelle mit (Benzin)Verbrauch: Smart fortwo (5,8 l), VW Polo (4,3 l Diesel), VW Passat BlueMotion (5,2 l Diesel), Audi A6 2,0 TDI (DPF) (6,8 l Diesel), Audi A8 2.8 FSI e multitronic (9,2 l).

 

Schädlicher Bio-Sprit? (NA 3.10)

Vom Lebensmittelkonzern Nestle wurde auf der Weltwasserwoche 2007 darauf hingewiesen, dass sich die weltweite Nahrungsmittelversorgung durch Biokraftstoffe zwangsläufig verschlechtern würde. Außerdem wurde durch das Institut Siwi vorgetragen, dass sich durch die steigende Nachfrage nach Biokraftstoffen die Getreidepreise erhöhen würden. Für viele Menschen könne das eine Hungerkrise bedeuten (dpa in HA17. 8. 07).

Die USA kauften 2006/7 für Bio-Sprit weltweit Mais auf. Daraufhin verdoppelten sich die Preise für das Grundnahrungsmittel Mais in Mexiko Anfang 2007 innerhalb kürzester Zeit (AFP/dpa in HA 2. 2. 07). Im August erfolgten in Deutschland die ersten Erhöhungen bei Nahrungsmittelpreisen. Selbst Bier sollte bald teurer werden. In Australien und Russland gab es erste Getreide-Missernten. Die Weltvorräte schrumpften auf 1,5 Monate.

Die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) hat als Ökostandart für Öle festgesetzt:  „Die Ökobilanzen müssen eindeutig positiv sein, der Anbau gemäß international anerkannten Sozialstandards geschehen, die Nahrungsmittelproduktion darf nicht negativ beeinflusst werden“ (hi in HA 1. 11. 07).

(Bio)-Kraftstoffe (statt Öl) und Brennholz mit geringer CO2-Emission vermindern die Nahrungsmittel- und Waldanbauflächen umweltschädigend. Sie erhöhen die Nahrungsmittel- und Holzpreise sowie den Hunger in der Welt.  

Zusätzlich treibt die Nachfrage nach Bio-Kraftstoffen den Wasserverbrauch fast unglaublich nach oben und würde den Wasserverbrauch bis 2045 verdoppeln.

„Wer glaubt, dass diese (Bio) Treibstoffe die Problemlösung nach dem Öl bringen, täuscht sich gewaltig“, sagte der schwedische Präsident der Weltwasserwoche, Jan Lundqvist im August 2007.  

Zusätzlich warnte auch der Umweltrat der Bundesregierung SRU, dass die Energiegewinnung aus Pflanzen auch das Gegenteil des Gewünschten bringen kann. Das Gutachten im Internet unter www.umweltrat.de (Angelika Hilmer in HA 17. 7. 07). Im Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen (WBGU) hieß es (5. 12. 08 hi in HA): "Biokraftstoffe der ersten Generation, wie Biodiesel aus Raps oder Bioethanol aus Mais, sind für den Klimaschutz ungeeignet". Bevorzugt sollten Reststoffe aus Holz, Gülle und Stroh, sowie Fäkalien Verwendung finden.

Mitte Juli 2008 schlugen die Branchenverbände mit "Biosprit macht Bier und Brot noch teurer" Alarm. Das Netzwerk Lebensmittel-Forum kritisierte vor allem die staatlichen Zuschüsse für Kraftstoffe aus Pflanzen scharf. Oliver Schade sprach mit dem Präsidenten des Deutschen Bäckerhandwerks, Paul Becker (HA 10. 7. 08). Der rechnete vor, dass für eine Tankfüllung rund 240 kg Mais benötigt würden.

Mit einer Tankfüllung Biosprit "könnte man drei Menschen ein ganzes Jahr lang ernähren."

Am 7. 7. 08 wurde (AP in HA) gemeldet, dass die EU-Kommission die frühere 10 % Biosprit-Beimischung nicht mehr forderte. Es hieß jetzt "Elektro- oder Wasserstoffautos könnten dazu beitragen, das Ziel von 10 % zu erreichen.

Am 22. 4. 10 hieß es dann (hier in Bild): "Laut einer EU-Studie schneiden manche Biokraftstoffe beim Klimaschutz viel schlechter ab als herkömmlicher Diesel oder Benzin. Dies gilt auch für Biodiesel aus Raps oder Zuckerrüben, der in Europa produziert wird." 

Die Landwirte freuten sich dagegen, wenn die Getreidepreise in die Höhe kletterten. In Niedersachsen forderten sie deshalb, den Getreidepreis an den Ölpreis zu koppeln.

Ab der Ernte 2010 sollen Pflanzenkraftstoffe, wie Palmöl oder Bio-Etanol, nur noch aus nachhaltigem Anbau stammen. Die EU und Deutschland führten dazu eine Zertifizierung ein. Angelika Hillmer in HA 30. 3. 2010 schrieb dies - und weiter schrieb sie u. a.: "Pflanzenkraftstoffe können einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, wenn bei Anbau und Veredelung nicht zu viel Energie und Düngemittel eingesetzt werden, die die Treibhausgasbilanz verhageln. Agrarsprit kann aber auch kontraproduktiv sein, wenn für ihn Wälder gerodet werden, die Ihrerseits einen wichtigen Klimaschutzbeitrag liefern."

Am 10./11. 4. 10 machten sich in 39 Städten Greenpeace-Gruppen für die Orang-Utangs stark, die ihren Lebensraum durch vorrückende Palmölplantagen verlieren. Der Protest richtete sich gegen den Lebensmittelkonzern Nestlé, der Palmöl unter anderem als Zutat im Schokoriegel Kit Kat einsetzen sollte (hi in HA 13. 4. 10).

 

Erhöhen Biodiesel-(und -öl)Beimix die Krebsgefahr? (NA 3.11) 

In mehreren Studien untersuchten Forscher nach einem Bericht der "Medical Tribune" die Emissionen von Kraftstoffen, die einen Zusatz von Biokraftstoff enthielten. Die Ergebnisse waren erschreckend: Sie wiesen nach, dass die Verbrennung von Mischungen mit einer höheren Fähigkeit der Abgase, Veränderungen am Erbgut hervorzurufen, einhergeht, und dadurch das Krebsrisiko steigt. Bei einem Rapsölmethylester-Anteil von 20 % wurden mit dem 2-3-fachen der Werte bei reinem Diesel- oder Bio-Kraftstoff die höchsten Mutationsraten nachgewiesen. Rapsölmethylester soll bis zu 7% dem deutschen Diesel beigemischt werden -und sein mp in HA 7. 5. 09).

Heinrich Fehlhaber aus Niedersachsen ist Fachmann für Altenpflege. Er erklärt die erheblich erhöhte Krebsgefahr durch Rapsölbeimischung beim Kraftstoff wie folgt: Zum Lebensende können die Menschen oft schwer oder kaum atmen. Pflanzenöle, wie Rapsöl, öffnen inhaliert sofort die Atmungsfähigkeit. Sie werden von der Lunge als Heilmittel erkannt. Die gilt dann allgemein auch bei der Rapsölbeimengung zum Diesel, der sonst allein als schädlich vom Körper erkannt wird. Nun wird der Diesel voll aufgenommen. Der Mensch wollte wieder klüger als die Natur sein, ist es aber fast nie.

Die Bioanteil-Beimengung erscheint zunächst immer wieder umweltfreundlich. Das Gegenteil ist aber, zumindest nach der Medical Tribune Veröffrentlichung, wohl meistens der Fall, und dann wohl auch bei Nachfolgendem: Um zumindest den Hunger in der Welt (nach Inhalt "Schädlicher Bio-Sprit") nicht zu vergrößern, vertreibt die Shell jetzt schwefelfreies Heizöl (was ja gut ist) dem bis zu 10 % Bio-Anteile heimischer Pflanzen, wie Raps- und Sonnenblumen, beigemischt sind. Die Shell rechnet dabei (nach der Angabe) mit 7-8 Ct./Ltr. Preisaufschlag (AFP in HA 13./14. 6. 09).

 

Der folgende Abschnitt: Das Leben erhalten.     

 

 (Ki)

 


Orientierung durch INFOS im Zusammenhang: www.info-sd.de
Wir leben ein Schuldenleben auf Kosten nächster Generationen und der Ressourcen.